Frostschäden der Maulbeerbäume

Wie bei Reben und Obstbäumen sind Spätfröste für die Maulbeerbäume ein grosses Problem. Die neuen Blätter frieren ab und beeinträchtigen die weitere Entwicklung. Die Fröste der letzten Wochen haben die frischen Triebe der Maulbeerbäume komplett kaputt gemacht. Sozusagen ein Totalschaden. Hoffen wir dass die Bäume erneut ausschlagen.

Frostschäden an frischen Trieben der Maulbeerbäume

Vielfältige Pilzkrankheiten in Maulbeerbäumen

Bei den Untersuchungen der Maulbeerbaumblätter, -stängel und -wurzeln (Maulbeerbaumanlage Ueli) wurde ein Befall mit verschiedenen Pilzen festgestellt. Folgende zwei Theorien stehen im Moment im Zentrum unserer Überlegungen:

Alternaria Pilz (mikroskopisches Bild); Das ist umgangssprachlich "Krautfäule"

Alternaria Pilz (mikroskopisches Bild); Das ist umgangssprachlich „Schwarzschimmel“

Befall der Wurzeln mit Chalara elegans (befällt auch Karotten), welcher schon im Boden ist. Dadurch werden die Wurzeln „geöffnet“ worauf andere festgestellt Pilze (Fusarien, Phytophtora) in das Holz eindringen können. Die Pilze im Holz und den Wurzeln können nicht behandelt werden. Sie können zum Absterben der Pflanze führen.

Die zweite Theorie ist, dass die Pilze im Holz mit Pflanzmaterial eingeschleppt worden ssind.

Zudem wurde noch Alternaira festgestellt (siehe auch Bild aus dem vorgängigen Beitrag) welche die Blätter und Knopsen befällt. Dieser kann mit Fungizid (z.B. Slick) behandelt werden, allerdings nicht während der Raupenaufzucht,. Da hilft nur das Ablesen der Blätter von Hand.

Wir sind zur Zeit daran eine nachhaltige Strategie zu erarbeiten.

Baumschnittkurs

12 interessierte Produzenten haben unter fachkundiger Anleitung von Henri Brion an einem Baumschnittkurs teilgenommen. Nebst dem Üben von Produktionsschnitt, Winterschnitt, Erziehungs- und Anpassungsschnitt, standen die bakteriellen Baumkrankheien und Pilzkrankheiten im Vordergrund des Kurses.

Schnitt der Maulbeerbäume

Schnitt der Maulbeerbäume

Kaltes Frühjahr bringt Probleme

Der kalte Winter spielt der Seidenproduktion in der Schweiz übel mit! Normalerweise sollten die Maulbeerbäume voller dunkelgrüner, saftiger Blättern sein.  Stattdessen wenige und wegen der fehlenden Wärme und Sonne ganz gelbe Blätter mit sehr geringem Nährwert. Das Bild wurde am 1. Juni 2013in Hinterkappelen aufgenommen. Die fehlenden Blätter sind für die erste Raupenaufzucht fatal. Wir haben kaum genug Futter für die sowieso bereits reduzierte Anzahl Raupen. Wenn sich nicht in Kürze etwas ändert, können wir unser Produktionsziel und damit den Markteintritt nicht realisieren. Drückt uns die Daumen!

Bäume in Hinterkappelen am 1. Juni 2013

Baumschnittkurs bei eisiger Kälte

Bei eisiger Kälte haben wir für interessierte Produzenten einen  Schnittkurs durchgeführt. Dabei stand als Grundlage die Planung der Raupenaufzucht ab Mai 2013 im Zentrum, sowie die Unterschiede zwischen Erziehungsschnitt und Produktionsschnitt.

Am Besten lernt man, wenn man den Baumschnitt mit Hilfe der KollegInnen gleich selbst ausführt.

 

 

 

 

 

 

Bei minus 7 Grad Celsius, tut eine Tasse warmer Kaffee gut!

Weiterhin gesucht – alte Maulbeerbäume

Die Aktion zur Suche von alten Maulbeerbäumen in der Schweiz ist ein grosses Echo gestossen. Bisher sind über 270 Meldungen bei ProSpeziaRara eingetroffen, darunter befinden sich auch Standort von sehr alten Exemplaren.

Mit der Aktion „Augen auf für Maulbeerbäume“ macht auch die Firma A Vogel, eine Pionierin der Naturheilkunde, bei der Suche mit. Besuchen Sie diesen Link und gewinnen Sie Eintritte ins Museeum Ballenberg.

Gesucht – Standorte von Maulbeerbäumen in der Schweiz

 

Maulbeerbaum

Maulbeerbaum

Maulbeerbäume hatten seit dem ausgehenden Mittelalter in ausgewähltenmilden Lagen der Schweiz eine Bedeutung als Futterpflanze der Seidenraupe (Weisse Maulbeere) oder auch vereinzelt als Delikatesse für Menschen (Schwarze Maulbeere). Es sind noch Einzelbäume als Zeugen ihrer früheren Bedeutung zu finden. Der Weiterbestand dieser Bäume ist vielfach infolge Bautätigkeit bedroht.

Dieses kulturhistorische Erbe soll nicht verloren gehen.  Deshalb inventarisiert ProSpecieRara in Zusammenarbeit mit SwissSilk die noch verbliebenen Maulbeerbäume in der Schweiz. Wer Standorte von Maulbeerbäumen kennt, wird herzlich gebeten uns dies zu melden. Genaue Angaben finden Sie hier: Aufruf Maulbeerbaeume Pro Spezia Rara

Kontaktadressen für die Rückmeldung und weitere Fragen:  ProSpecieRara, Inventar Maulbeerbäume, Pfrundweg 14, 5000 Aarau. gertrud.burger@prospecierara.ch
ProSpecieRara Svizzera italiana manuela.ghezzi@prospecierara.ch 
ProSpecieRara Suisse romande didier.zurn@prospecierara.ch

Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit!