Insektenproteine sind im Kommen

Essbare Insekten Schweiz

Die Lebensmittelverordnung soll so angepasst werden, dass neu auch Insektenproteinen für die menschliche Ernährung zugelassen sind. Die Puppen des Maulbeerspinners würden dafür hervorragend eignen. Dazu müssen sie aber vorerst auf einer Liste mit zugelassenen Insekten stehen. Dazu hat Swiss Silk an der Vernehmlassung teilgenommen. Auch an der Skyfoodmesse waren wir präsent. Auf diesen seiten fin det ihr interessante Informationen: Skyfood Messen/ und  Interessengemeinschaft für Insekten als Lebensmittel

Raupenaufzucht – Zwischenstand August 2015

Nach etwas mehr als der Halbzeit der Aufzuchtsaison, können wir eine erste Zwischenbilnaz ziehen:
Die Gefahr durch Insektizide und andere Spritzmittel ist nachwievor gross und hat wiederum zu Ausfällen geführt.
Das aussergewöhnlich warme Wetter hat den Maulbeerbäumen eher gut getan als geschadet.
Der Pilzbefall ist stark zurückgegangen; viele Stunden Handarbeit waren notwednig um die kranken Blätter entfernen.
Die Kokons sind meist gross und schön.
Wir werden voraussichtlich mehr Kokons als letztes Jahr produzieren, werden aber die geplanten Mengen nicht erreichen.

Kokons vor der Ernte

Kokons vor der Ernte

 

 

 

 

Kokonernte - Kontrolle der Kokons
Kokonernte – Kontrolle der Kokons
Kokonernte - 18'000 Kokons (37 Kilogramm) bereit zur Trocknung. Trocknungsofen im Hintergrund.
Kokonernte – 18’000 Kokons (37 Kilogramm) bereit zur Trocknung. Trocknungsofen im Hintergrund.

Schulungsaufzucht – Kokonernte

Sieben Tage nach der Verpuppung konnten wir die Kokons ernten.
Resultate und wichtigste Erkenntnisse:
– Total Kokons: 18’600  (davon 4’800 bei Spengeler’s im 5. Alter + Verpuppung)
– Durchschnittsgewicht: 2,25 Gramm
– Ausschuss: ca. 1’200 –> 6% (200 während Aufzucht, 800 vor Verpuppung, 200 nach Verpuppung z.B. wegen Flecken, etc. aussortiert)
– Wir sind insgesamt zufrieden, sehen aber noch in folgenden Bereichen Verbesserungspotenzial:

  • Insgesamt müssen die Abläufe und das „Handling“ noch verbessert werden;
  • Blätterqualität und Blättererntetechnik weiter verbessern;
  • Verpuppung in erster Linie mit japanischen Kartonrahmen da nach dem verpuupuen bereits gemistet werden kann.
Blick in den Raupenraum vor der Kokonernte

Blick in den Raupenraum vor der Kokonernte

Kokonernte ab dem "Plastikigel"

Kokonernte ab dem „Plastikigel“

Kokonernte ab den Kartonrahmen

Kokonernte ab den Kartonrahmen

Auch der Raupenmist muss weg.

Auch der Raupenmist muss weg.

Schulungsaufzucht – Schlussphase

Die Schulungsaufzucht kommt in ihre Schlussphase. Der Arbeitsaufwand ist gross, vor allem weil wir noch viele Fehler im „handling“ machen. Da ist die Hilfe von Freunden und Familie wichtig. Die Raupen sind aber gesund und „gfraäsig“. Wir erwarten, dass sich die Raupen in einem Tag verpuppen. Halten sie uns die Daumen gedrückt. Impressionen.

Die Raupen fressen Wagenladungen von Blättern. Hier die Menge für eine Mahlzeit!

Die Raupen fressen Wagenladungen von Blättern. Hier die Menge für eine (!) Mahlzeit.

Die Raupen vor dem Fressen.

Die Raupen vor dem Fressen.

Die Raupen nachdem sie Blätter zum Fressen bekommen haben.

Die Raupen nachdem sie Blätter zum Fressen bekommen haben.

 

 

Schulungsaufzucht mit 20’000 Raupen – Erste Häutung

Eine Schulungsaufzucht einer „Standardeinheit“ Seidenraupeneier (20’000 Stk.) für die Produzenten von Swiss Silk, findet zur Zeit auf dem Betrieb von Bettina Clavadetscher und Ueli Ramseier statt. Zu ausgewählten Zeitpunkten kommt Henri Brion um uns praxisnah Kniffs und Tricks bei der Aufzucht einer grösseren Menge Raupen zu zeigen.

Anbei der erste Schulungsbesuch zum Thema „Erste Häutung“

22'000 Eier auf den Brutrahmen.

22’000 Eier auf den Brutrahmen.

Henri Brion zeigt die Behandlung der Seidenraupen während der ersten Häutung.

Henri Brion zeigt die Behandlung der Seidenraupen während der ersten Häutung.

Produzentenreise nach Padua

Die „erfahrenen“ Seidenraupenzüchter von Swiss Silk haben auf einer Projektreise nach Padua die Seidenraupen-Forschungsanstalt und einen Produzenten besucht.Von der Forschungsanstalt in Padua beziehen wir unsere Eier für die Aufzuchten.  Wir konnten sehen, was es zur Produktion der Seidenraupeneier alles braucht und welch grosse Erfahrung im Institut vorhanden ist. Bei den Produzenten konnten wir eine Aufzucht von 120’000 Raupen (!) besuchen. Wir waren alle tief beeindruckt, wie dieser Familienbetrieb, Dank der Erfahrung welche über Generationen gesammelt wurde und der Hilfe aller Familienmitglieder diese Raupenaufzucht meistert. Die Reise war wohl für alle teilnehmenden eindrücklich und motivierend.

Die Reisegruppe vor der Seidenraupenforschungsanstalt in Padua. In der Mitte Dr. Silvia Cappellozza

Die Reisegruppe vor der Seidenraupenforschungsanstalt in Padua. In der Mitte Dr. Silvia Cappellozza

Dr. Silavia Cappellozza demonstriert im Labor einen Arbeitsschritt.

Dr. Silavia Cappellozza demonstriert im Labor einen Arbeitsschritt.

 

Seidenraupenaufzucht mit 120'000 Seidenraupen. Sie verpuppen sich gerade.

Seidenraupenaufzucht mit 120’000 Seidenraupen. Sie verpuppen sich gerade.

 

Produzenten inmitten der Aufzucht.

Produzenten inmitten der Aufzucht.